Die Idee wird zu einer Maschine, die Kunst macht
Sol Le Witt

Hier einige Anmerkungen und Überlegungen zur Ausstellung:

Siegfried Schmidt und Martin Schubert arbeiten schon seit ca. 20 Jahren immer wieder für verschiedene Ausstellungen zusammen. Inhaltlich werden die Themen so aufeinander abgestimmt, dass wechselseitig reagiert wird. Das ist durch das Arbeiten in verschiedenen Techniken, Siegfried Schmidt Lithographie, Martin Schubert Skulpturen im Salzbrandverfahren, oft nicht einfach. In der Umsetzung ergibt sich jedoch immer ein spannungsgeladenes Sujet.

Im Helferhaus präsentieren die Künstler zum Beispiel die Themen „Europa“, „Weg zum Horizont“, „Der Gehenkte“, „Amselfrühlingsschwarz“, „Liebe-Lyrik-Trallala“ etc. in den Räumen so, dass die jeweilige Reaktion auf den Künstlerkollegen der anderen Dimension gut nachvollzogen werden kann.

Eine im ständigen Austausch entstehende Gemeinschaftsarbeit ist das Spalier der Durstigen. Hier finden 2. und 3. Dimension eine Einheit in Thema und Gestaltung. Das gemeinsame Arbeiten stand unter der Gleichung: II+III=I. Zweidimensionales Bild und dreidimensionale Plastik ergeben zusammen ein Ganzes, ein Werk auf hölzernen Stelen.

Die vierte Dimension ist die der Betrachterin, des Betrachters. Man könnte ergänzen: II+III+IV=I. Durch die Zeit und den Raum, den die Betrachtenden sich nehmen, werden die Skulpturen zu einem Kunstwerk, das persönlich anspricht und mit hineinzieht in die Aussagen der Dürstenden, z. B. nach der Gerechtigkeit.

Nicht alle ausgestellten Arbeiten ordnen sich dem o.g. Schema unter: So zeigt Martin Schubert Skulpturen mit und zu Gedichten von z. B. Hilde Domin und Siegfried Schmidt zeigt Lithographien z. B. zu den Themen Stuttgart 21, Absicht und Zufall …

Die Ausstellungseröffnung war einfach umwerfend, hier zwei Zeitungsberichte:

Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 21.2.17

 Stuttgater Zeitung vom 21.2.17

 

Impressionen der Ausstellung in Stockach: